The Unforgettable Fire Remastered Drucken
Geschrieben von: Cologne Fly   
Samstag, 07 November 2009
The Unforgettable Fire Cover1984 erschien das vierte Album "The Unforgettable Fire" und markierte die ersten signifikanten Erweiterungen im Sound der vier Iren. Die Songs waren nun nicht nur rockig, sondern auch sphärisch im Breitwandformat. Verantwortlich dafür waren Brian Eno und Daniel Lanois, die zum ersten Mal ihre Finger an den Reglern hatten. Aufgenommen wurden die Songs in Slane Castle und den bekannten Windmill Lane Studios in Dublin. Aber das zählt ja mittlerweile zum U2-Grundschulwissen und kann u.a. im Buch "U2 By U2" nachgelesen werden

Geschaffen wurden definitive Klassiker, wie "Pride (In The Name Of Love)", "Bad" oder "The Unforgettable Fire". Diese Songs sind auch heute noch Teil einer jeden U2-Show und treiben den Fans der zweiten Stunde immer wieder Tränen in die Augen. Nicht unerwähnt soll aber auch bleiben, dass das Album mit "Elvis Presley And America" einen der schwächsten U2-Songs beinhaltet, wenn dieser unstete Soundstrom überhaupt als Song bezeichnet werden kann. Das ist aber auch nur die Meinung des Schreibers dieser Zeilen.

25 Jahre später wurde das Album nun neu aufgelegt und kann in verschiedenen Formaten erworben werden, vergleichbar mit dem Re-Release von "The Joshua Tree".

Standard-Edition:

Diese Edition beinhaltet nur das überarbeitete Ursprungsalbum und dürfte somit für die Fans die uninteressanteste Version sein. Der Sound ist gut, aber auch nicht überragend. Auch die beste Band der Welt kann halt mit den Mastertapes aus 1984 keine Wunder vollbringen.

Deluxe-Edition:
Zusätzlich zu dem Ursprungsalbum gibt es in dieser Edition noch eine Bonus-CD mit B-Seiten, unveröffentlichten Liedern und Live-Aufnahmen. Hervorzuheben ist hier der Song "Disappearing Act", der erst in 2009 fertiggestellt worden ist.

Super-Deluxe-Edition:
Hier kommt nun der richtige Fanstoff. Diese Ausgabe enthält das Ursprungsalbum, die Bonus-CD, eine Bonus-DVD mit Konzertausschnitten und Dokumentationen, Fotos im Postkartenformat und ein umfangreiches Booklet mit schönen Fotos und verschiedenen Statements der beteiligten Personen. Eigentlich gibt es hier nix zu meckern, lediglich die Tatsache, dass kein vollständiges Konzert der damaligen Tour auf die DVD gebannt worden ist, ist etwas unverständlich, zumal der Live-Aid-Auftritt nun wirklich keine Rarität mehr ist.

Zu kaufen gibt es die verschiedenen Versionen bei jedem gut sortierten Plattenhändler, Preisvergleiche mit Händlern aus dem europaischen Ausland lohnen sich aber, da die Preisunterschiede durchaus signifikant sein können.